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Für eine Forschungsorganisation ist die Arbeit mit Tieren unverzichtbar – wer biologische Zusammenhänge durchschauen will, muss Versuche machen. Das Für und Wider von Tierversuchen wird in der Gesellschaft oft sehr
emotional diskutiert. Dabei reicht das Spektrum von genereller
Ablehnung über die große Gruppe derjenigen, die Tierversuche
in beschränktem Umfang akzeptieren, bis zur Befürwortung.
Die Verantwortung der Forschung gegenüber der Gesellschaft
fordert, dass sie sich mit diesen unterschiedlichen Positionen
auseinandersetzt.
Es gibt durchaus gute Gründe, die für eine Forschung
an Versuchstieren sprechen. So werden sie beispielsweise benötigt,
um neue Diagnoseverfahren und Therapien gegen Krankheiten entwickeln
zu können, die Jahr für Jahr nach wie vor weltweit
viele Todesopfer unter den Menschen fordern. Zellkulturen ermöglichen
zwar Detailuntersuchungen, die Gesamtleistung des Organismus
kann hierbei jedoch nicht erfasst werden – komplexe Zusammenhänge
lassen sich tatsächlich nur im Tierversuch klären.
Auf Tierversuche zu verzichten würde also auch den Verzicht
auf Möglichkeiten bei der Entwicklung neuer Medikamente
und Therapien gegen schwere Krankheiten bedeuten. Ein moralisches
Dilemma, dessen Lösung in der hohen ethischen Verantwortung
gegenüber den Versuchstieren in der biologischen und medizinischen
Grundlagenforschung liegt. Strenge Vorschriften kontrollieren
die tierexperimentelle Forschung wie kaum einen anderen Bereich
der Tierhaltung und –nutzung. Die ethische Abwägung,
die die Zulassung oder Ablehnung von Tierversuchen begleitet,
versucht, sowohl die Belange der Tiere als auch die moralische
Verantwortung der Menschen füreinander zu berücksichtigen.
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