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Das Friedrich-Miescher-Laboratorium feiert Geburtstag
Die Nachwuchsschmiede der Max-Planck-Gesellschaft blickt auf 40 Jahre erfolgreicher Forschung zurück |
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Das Friedrich-Miescher-Laboratorium des Max-Planck-Campus Tübingen feiert am 3. Juli 2009 sein 40-jähriges Jubiläum. Es wurde nach dem Schweizer Mediziner Friedrich Miescher benannt, der vor 140 Jahren in Tübingen die DNA entdeckte. Mehrere bedeutende Wissenschaftler, unter anderem die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard, arbeiteten und forschten hier. Zurzeit wollen vier Nachwuchsgruppen am Friedrich-Miescher-Laboratorium herausfinden, wie die Zellteilung funktioniert und wie die genetische Information der Zelle umgesetzt wird. Abb.: Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard, die am Friedrich-Miescher-Laboratorium arbeitete und forschte, ist Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie. Bild: Max-Planck-Gesellschaft Das Friedrich-Miescher-Laboratorium (FML) wurde 1969 von der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gegründet. Es bietet herausragenden jungen Forschern die Möglichkeit, über einen Zeitraum von mehreren Jahren eine Arbeitsgruppe aufzubauen, eigene Forschungsideen zu verwirklichen und damit eine unabhängige Karriere zu starten. Über die letzten 40 Jahre haben am FML mehr als 25 Nachwuchsgruppen an verschiedensten biologischen Fragestellungen gearbeitet.Zurzeit forschen am FML vier Arbeitsgruppen, von denen sich drei mit verschiedenen Aspekten der Zellteilung beschäftigen. So erforscht die Gruppe von Silke Hauf, wie die Erbinformation bei der Zellteilung zuverlässig auf die beiden Tochterzellen verteilt wird. Die Nachwuchswissenschaftler um Dmitri Ivanov untersuchen einen Eiweißkomplex, der die identischen Kopien der Erbinformation zusammenhält, bis sie auf die entstehenden Tochterzellen verteilt werden. Die Gruppe von Wolfram Antonin beschäftigt sich mit der Frage, wie am Ende der Zellteilung die Erbinformation von einer Kernhülle umschlossen wird. Ergänzend dazu entwickelt Gunnar Rätsch mit seinen Mitarbeitern moderne bioinformatische Methoden, mit denen Computer Gene in der Erbinformation finden. Die Wissenschaftler der einzelnen Gruppen teilen sich die Laborausstattung und kümmern sich gemeinsam um die Organisation des Laboratoriums. "Durch die enge Zusammenarbeit zwischen unseren Gruppen sowie das internationale Umfeld hier am Campus entsteht ein sehr inspirierendes Forschungsumfeld", sagt Wolfram Antonin. "Die Zeit am Friedrich-Miescher-Laboratorium hat den Grundstein meiner wissenschaftlichen Karriere gelegt", sagt Reinhard Kurth, bis 2008 Leiter des Robert-Koch-Instituts in Berlin.Hier habe ich die Freiheit bekommen, meine eigenen Ideen zu verwirklichen und mich unabhängig von bestehenden Abteilungen und deren Direktoren zu entwickeln:" Gemeinsam mit Friedrich Bonhoeffer gehört er zu den ersten Wissenschaftlern, die am FML arbeiteten. Auch Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard forschte hier Anfang der achtziger Jahre als Nachwuchsgruppenleiterin. Heute leitet sie am benachbarten Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie die Abteilung Genetik und ist die geschäftsführende Direktorin des Friedrich-Miescher-Laboratoriums. Das Friedrich-Miescher-Laboratorium trägt seinen Namen zum Andenken an den Schweizer Mediziner Friedrich Miescher. Er hat vor 140 Jahren im Tübinger Schloss die Desoxyribonukleinsäure (DNS) entdeckt, die im Englischen DNA genannt wird. Diese kommt in allen Zellkernen vor und ist Träger der Erbinformation. Hinweise für Redaktionen Anlässlich des Jubiläums findet am 3. Juli 2009 ab 9:00 Uhr ein Symposium im Max-Planck-Haus, Spemannstr. 36, in Tübingen statt. Auf Anfrage können Interviews mit den Gruppenleitern des FML vermittelt werden. Druckfähige Bilder erhalten Sie von der Presse- und Öffentlichkeitsabteilung. Bitte senden Sie uns bei Veröffentlichung einen Beleg. Verwandte Links: |
Max-Planck-Gesellschaft |
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Weitere Informationen erhalten Sie von:
Dr. Wolfram Antonin
Friedrich-Miescher-Laboratorium für biologische Arbeitsgruppen in der Max-Planck-Gesellschaft, Tübingen
Tel.: +49 7071-601-836
E-Mail: wolfram.antonin@tuebingen.mpg.de
Dr. Susanne Diederich (Presse- und Öffentlichkeitsabteilung)
Friedrich-Miescher-Laboratorium für biologische Arbeitsgruppen in der Max-Planck-Gesellschaft, Tübingen
Tel.: +49 7071-601-333
E-Mail: presse@tuebingen.mpg.de