Text: Tim Schröder
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Die Max-Planck-Gesellschaft betreibt Grundlagenforschung. Das ist ihre Aufgabe. In den über ganz Deutschland verstreuten Instituten lauschen Astronomen dem Echo des Urknalls, ergründen Anthropologen das Hirnwachstum von Homo erectus und Materialwissenschaftler die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Rissen. Die Forscher gehen den Dingen auf den Grund. Sie wollen die Welt erklären und fördern manchmal Erkenntnisse zutage, die das Weltbild ein Stück weit verändern. „Frei und unabhängig“ soll die Arbeit sein. So schreibt es die Satzung vor.
Und tatsächlich wirkt manches Forschungsprojekt so frei, unabhängig und zugleich entrückt, dass es beinahe ätherisch scheint, wie jene kosmischen Staubwolken, in denen neue Sterne entstehen – übrigens ebenfalls ein Thema der Max-Planck-Forscher. Doch das ist nur die eine Seite. Denn die Max-Planck-Gesellschaft produziert nicht allein geballtes Wissen, sondern auch eine Menge Patente und praktisch nutzbare Erfindungen; Ideen, die die industrielle Entwicklung voranbringen und die Grundlage für neue Produkte legen – die vielen Menschen zugutekommen.
Damals benötigten die üblichen Instrumente länger als eine Stunde, um einzelne Körperabschnitte von Patienten abzubilden. Das Flash-Verfahren reduzierte dank einer neuen Messmethode die Zeit auf wenige Minuten und war derart schnell, dass man erstmals bewegte Bilder des Herzens aufnehmen konnte – eine Sensation.
„Diese Entwicklung war so einschneidend, dass fortan kein Hersteller mehr ohne sie leben konnte“, sagt Jens Frahm, Kopf der damaligen Flash-Mannschaft am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen, „das war für uns natürlich eine einzigartig gute Marktposition.“ Doch bis die Wissenschaftler den Lohn ihrer Entwicklung ernten konnten, sollten Jahre vergehen. Zunächst erlebten sie mit Flash ihren eigenen Wirtschaftskrimi.