
Frauen erobern Führungspositionen
Das legt zumindest einschlägige Statistiken nahe. Auch wenn die Max-Planck-Gesellschaft im deutschlandweiten Vergleich mit anderen Wissenschaftsorganisationen an der Spitze liegt, wenn es um die Beschäftigung von Wissenschaftlerinnen geht, so sind auch unter ihren 273 Direktoren und Wissenschaftlichen Mitgliedern lediglich 7,5 Prozent Frauen. An der Spitze der Max-Planck-Forschungsgruppen sind Wissenschaftlerinnen immerhin mit einem Anteil von 25,5 Prozent vertreten und unter den 182 Forschungsgruppen insgesamt liegt ihr Anteil sogar bei 28 Prozent.
Um die Arbeitsbedingungen besonders für junge Wissenschaftlerinnen weiter zu verbessern, hat der Senat der Max-Planck-Gesellschaft 2007 das Minerva-Programm aufgelegt. Im Rahmen dessen hält die Max-Planck-Gesellschaft 30 auf fünf Jahre befristete Stellen für Wissenschaftlerinnen in der Besoldungsgruppe W2 vor. Das Auswahlverfahren ist streng: Die Max-Planck-Institute schlagen Kandidatinnen vor, die dann unter Hinzuziehung externer Gutachter ausgewählt werden. Insgesamt wurden bislang 61 Wissenschaftlerinnen über das Minerva-Programm gefördert, von denen 25 mittlerweile eine weiterführende Position erhalten haben. Vor zwei Jahren haben neun Minerva-Gruppen ihre Arbeit neu aufgenommen.
Zeitarbeitsverträge, Wochenend- und Feiertagsarbeit: Für junge Wissenschaftlerinnen ist es immer noch schwer, Familie und Beruf zu vereinbaren. Daher ist es oberstes Ziel der Max-Planck-Gesellschaft, ein familienfreundliches Arbeitsumfeld mit Krippenplätzen und Kinderbetreuung sowie flexible Arbeitszeitmodelle zu schaffen. Bereits zum zweiten Mal hat die Max-Planck-Gesellschaft deshalb für vorbildliche, familienbewusste Personalpolitik das Zertifikat der gemeinnützigen GmbH berufundfamilie erhalten.