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MPG unterstützt forschungsstarkes Europa

MPG unterstützt forschungsstarkes Europa

29. Januar 2013

Gemeinsam mit acht weiteren führenden Forschungsorganisationen aus Westeuropa hat die Max-Planck-Gesellschaft ein Weißbuch zur Stärkung des Europäischen Forschungsraumes vorgelegt.
Forschungspolitische Gesprächsrunde: Max-Planck-Präsident Peter Gruss (r.) und Robert-Jan Smits, Generaldirektor Forschung und Innovation der EU-Kommission (M.), tauschen sich mit Vertretern anderer führender Forschungsorganisationen über das Konzept Teaming-Exzellenz aus. Links im Bild: Kurt Deketelaere, Generalsekretär der League of European Research Universities (LERU).
Forschungspolitische Gesprächsrunde: Max-Planck-Präsident Peter Gruss (r.) und Robert-Jan Smits, Generaldirektor Forschung und Innovation der EU-Kommission (M.), tauschen sich mit Vertretern anderer führender Forschungsorganisationen über das Konzept Teaming-Exzellenz aus. Links im Bild: Kurt Deketelaere, Generalsekretär der League of European Research Universities (LERU). [weniger]

Das 13-seitige Papier mit dem Titel „Teaming for excellence – Building high quality research across Europe through partnership“ beschreibt, wie sich europäische Regionen, in denen Strukturen für hervorragende Wissenschaft ausbaufähig sind, mit führenden Forschungseinrichtungen zusammenschließen können, um gemeinsam Centers of Excellence zu etablieren. Diese Exzellenz-Zentren sollen dabei in spezifischen, für die Region geeigneten Themenfeldern etabliert werden, damit das Potenzial der Spitzenwissenschaft auch regionalen Wissenschaftsakteuren und der regionalen Wirtschaft bestmöglich zugutekommt. „Wissenschaft ist Motor für Innovation. Und wo unter exzellenten Bedingungen geforscht wird, profitiert die ganze Region“, betont Max-Planck-Präsident Peter Gruss. Gleichzeitig eigne sich das Teaming-Konzept als Impulsgeber für die EU insgesamt. „Europas Wohlstand hängt entscheidend von der Innovationskraft der Mitgliedstaaten der EU ab. Es ist zentral, dass wir angesichts des sich verschärfenden internationalen Wettbewerbs um exzellente Wissenschaft nicht nur eine weiterhin starke Spitze haben, sondern dass diese Spitze auch insgesamt breiter wird“, betont Peter Gruss.

Das Weißbuch zeigt neben den Potenzialen des Teaming-Konzepts, die durch Best-Practice-Beispiele illustriert werden, ebenso auf, wie sich ein entsprechendes Programm innerhalb des Mehrjährigen Finanzrahmens der EU von 2014-2020 etablieren ließe. So könnten neben Mitteln aus Horizon 2020, dem ab 2014 für sieben Jahre geltenden Forschungsrahmenprogramm der EU, für den zielgerichteten Aufbau von Infrastruktur Mittel der EU-Strukturfonds verwendet werden, sofern die Region dies in ihrem Operationellen Programm entsprechend verankert hat. Zu den generellen Voraussetzungen gehört, dass die Partnerschaft nachhaltig finanziert, wissenschaftsgetrieben ist und für die Beteiligten eine Win-win-Situation erreicht wird.

Das Weißbuch richtet sich an die politischen Entscheidungsträger, die derzeit auf EU-Ebene über die künftige Ausgestaltung des Forschungsrahmenprogrammes Horizon 2020 verhandeln. Es ist von den Präsidenten beziehungsweise Vizepräsidenten folgender Forschungsorganisationen unterzeichnet: Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), Consejo Superior de Investigaciones Cientificas (CSIC), Consiglio Nazionale delle Ricerche (CNR), École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), European Association of Research and Technology Organisations (EARTO), Institut Pasteur, League of European Research Universities (LERU), Radboud Universiteit Nijmegen sowie Max-Planck-Gesellschaft.

 
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