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Kooperation mit Israel: die Minerva-Stiftung

„Fühlungnahme“ nannte Otto Hahn, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, seinerzeit die Versuche deutscher und israelischer Forscher nach dem Holocaust, zumindest im wissenschaftlichen Bereich wieder eine gemeinsame Basis zu finden.

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Internationales

Zwei neue Minerva Zentren in Israel

Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Minerva-Geschäftsführer Martin Stratmann stellen in Tel Aviv Gewinner der Ausschreibung vor

17. Oktober 2012

Künftig wird es zwei neue Minerva-Forschungszentren in Israel geben. Bundesministerin Annette Schavan und Martin Stratmann, Geschäftsführer der Minerva Stiftung, stellten heute auf dem Minerva German-Israeli Science Festival in Jerusalem die Gewinner der Ausschreibung für die neuen Zentren vor.

Annette Schavan sagte: „Ich bin überzeugt: Das Zentren-Programm wird auch weiterhin nachhaltig zur erfolgreichen Zusammenarbeit deutscher und israelischer Wissenschaftler und Institutionen beitragen und die Vielfalt unserer Kooperation in Wissenschaft und Forschung in beiderseitigem Interesse stärken. Und es wird die Position der Hochtechnologieländer Deutschland und Israel im globalen Innovationswettbewerb stärken.“

Martin Stratmann erklärte:Es gibt gute Gründe, ein erfolgreiches Programm auch nach fünfzig Jahren fortzuführen. Eine Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man gewillt ist, die sich wandelnden Anforderungen zu erfüllen. Aus meiner Sicht dient die Minerva Stiftung als Plattform und Hilfsmittel für den ständigen Austausch von Ideen und Wissenschaftlern zwischen Deutschland und Israel. Dafür Verantwortung zu übernehmen, fasziniert mich.“

Das Thema des Wettbewerbs lautete: „Leben unter extremen Bedingungen“. Ausgewählt wurden Professor Oded Aharonson vom Weizmann Institute of Science und sein Team mit dem Thema „The emergence and evolution of early life unter extreme planetary conditions“. Das neue Minerva Zentrum in Rehovot wird die geologischen Rahmenbedingungen von Leben auf der Erde untersuchen und die geochemischen Prozesse, die für das Entstehen von Leben erforderlich sind. Es geht der Frage nach, inwiefern sich die Bedingungen, unter denen einst Leben entstanden ist, von den heutigen Bedingungen des Lebens unterscheiden. Diese Erkenntnisse können Antworten geben auf die Frage der möglichen Entstehung von Leben außerhalb der Erde.

Das andere erfolgreiche Thema ist „Study of the Rule of Law under Extreme conditions“. Das Forschungsanliegen des neuen Minerva Zentrums stellt demokratischer Grundwerte in den Mittelpunkt und will der Frage nachgehen, wie belastbar das Recht unter extremen Bedingungen ist. Rechtsstaatlichkeit in Krisenzeiten aufrechtzuerhalten, stellt eine Herausforderung für alle demokratisch verfassten Länder dar. Eli Salzberger von der Universität Haifa und sein Team sowie Forscherkollegen von der Universität Hamburg werden ländervergleichend untersuchen, welche Regulierungen das kodifizierte Recht in Krisenzeiten vorsieht: Gleichzeitig wird aber auch empirisch analysiert, wie sich die tatsächliche Umsetzung in Krisen- und Umbruchsituationen darstellt.

Die Minerva-Stiftung GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Max-Planck-Gesellschaft und fördert die deutsch-israelische Wissenschaftszusammenarbeit. Sie hat an den israelischen Universitäten und am Weizmann-Institut 30 Minerva-Zentren eingerichtet, an denen deutsche und israelische Wissenschaftler in allen wissenschaftlichen Disziplinen zusammenarbeiten. Darüber hinaus fördert die Minerva-Stiftung wissenschaftliche Symposien und Projekte am Weizmann-Institut und vergibt Stipendien an Wissenschaftler aus beiden Ländern.

Die Bekanntgabe fand heute im Rahmen des Minerva German-Israeli Science Festival an der Hebrew University of Jerusalem statt. Bei ihrem Israel-Besuch traf Annette Schavan auch mit dem israelischen Minister für Bildung, Gideon Sa'ar, und dem Minister für Wissenschaft und Technologie, Daniel Herschkowitz, zusammen.

BMBF

 
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