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Dem Spannungsverhältnis zwischen demokratischer Politik und kapitalistischer Wirtschaft widmet sich Wolfgang Streeck in seiner Forschung als Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Hier spricht er über die Folgen fiskalpolitischer Entscheidungen wie etwa der Einrichtung einer Schuldenbremse, der daher notwendigen Kürzungen und der gemeinsamen Haftung für Schulden im Euroraum. Copyright: Matthias Jung

Demokratie unter Druck

24. September 2012

Dem Spannungsverhältnis zwischen demokratischer Politik und kapitalistischer Wirtschaft widmet sich Wolfgang Streeck in seiner Forschung als Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Hier spricht er über die Folgen fiskalpolitischer Entscheidungen wie etwa der Einrichtung einer Schuldenbremse, der daher notwendigen Kürzungen und der gemeinsamen Haftung für Schulden im Euroraum. Copyright: Matthias Jung [mehr]
<em>Von Wolfgang Streeck / Max-Planck-Institut f&uuml;r Gesellschafts-</em><em>forschung, K&ouml;ln<br /><br /></em>Was muss die Politik &uuml;ber die Welt wissen, um sie richtig regieren zu k&ouml;nnen? Wer kann und soll es ihr sagen? Hier kommen die Sozial&shy;wissenschaften ins Spiel.

Die Macht der Unschärfe

Von Wolfgang Streeck / Max-Planck-Institut für Gesellschafts-forschung, Köln

Was muss die Politik über die Welt wissen, um sie richtig regieren zu können? Wer kann und soll es ihr sagen? Hier kommen die Sozial­wissenschaften ins Spiel. [mehr]

Max-Planck-Forum Berlin

Regiert der Markt den Staat? Gefährden die Schulden die Demokratien?

Das Max-Planck-Forum Berlin zur Frage, wie handlungsfähig die Politik in der Eurokrise sein kann. Mit Wolfgang Streeck.

5. November 2012

Kapitalismus versus Demokratie? Der Soziologe Wolfgang Streeck hat in zahlreichen bedeutenden Arbeiten das Verhältnis der beiden großen Systeme untersucht. Die Finanzkrise stellt die Allianz auf eine Bewährungsprobe. Kann die Politik in Deutschland und Europa unter dem Sparzwang noch im Sinne der Bürger handeln, und wie gelingt das?
Wohin bewegen sich die Demokratien Europas und die USA? K&ouml;nnen sie angesichts wachsender Schulden ihr Versprechen auf soziale Gerechtigkeit einl&ouml;sen? Bild vergrößern
Wohin bewegen sich die Demokratien Europas und die USA? Können sie angesichts wachsender Schulden ihr Versprechen auf soziale Gerechtigkeit einlösen? [weniger]

Angesichts wachsender Schuldenberge und dem zunehmenden Druck der EU auf die deutsche Politik stellt sich die Frage, wie groß die Handlungsspielräume der Bundesregierung derzeit sind. Wolfgang Streeck sieht in der Austeritätspolitik eine akute Gefahr für die demokratische Werteordnung: denn wie lassen sich gleiche Bildungschancen und soziale Gerechtigkeit finanzieren, wenn jeder Steuereuro bereits verplant ist? Das Problem kleiner werdender Gestaltungsmöglichkeiten der Politik beurteilt er mit Blick auf die langfristige Entwicklung der Allianz zwischen Demokratie und Kapitalismus. Sie begann in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg als Geschichte aufeinander folgender Wirtschaftskrisen. Wie sind die aktuellen Bemühungen zur Stabilisierung des Euro, der Stabilitätspakt und die Situation der USA vor und nach der Bankenkrise vor diesem Hintergrund zu beurteilen? Und welche wirtschaftspolitischen Entscheidungen sind die richtigen? 

Wolfgang Streeck leitet zusammen mit Jens Beckert das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Nach Tätigkeiten an den Universitäten Frankfurt/M., Bielefeld, der Columbia University New York und am Wissenschaftszentrum Berlin lehrte und forschte er als Professor für Soziologie und Industrielle Beziehungen an der University of Wisconsin-Madison. Er gehört zu den renommiertesten deutschen Soziologen, der sein Fach eng mit Politikwissenschaft und Ökonomie verbindet. Schwerpunkte seiner vielfältigen Arbeit sind die Konstitution des modernen Sozialstaates, die Theorie des institutionellen Wandels, Kapitalismusforschung und derzeit insbesondere die staatlichen Finanzkrisen in unterschiedlichen nationalen Systemen.

Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Streeck, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln

Moderation: Ralph Bollmann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

TERMIN  5.11.2012, 19 Uhr

ORT       Einstein-Saal

            Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

            Jägerstr. 22/23

           10117 Berlin-Mitte

Anmeldung erbeten bis zum 30.10.2012 unter: mpgberlin@gv.mpg.de

 
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