11. August 2012
Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Wie gestalten wir einen nachhaltigen Umgang mit unseren Rohstoffen? Mit welchen Verfahren sorgen wir für effektiven Umweltschutz? Der IdeenPark in Essen zeigt, wie Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft diese und andere aktuelle Zukunftsfragen angehen. AeroDrom, BioWerkstatt, DigiTal, EnergiePark, FunBox, GaragenCity, HafenMeile, KörperKino, PatentAmt, ProduktionsHalle, RecycleBar, SchatzInsel, SchlauLoPolis, StadtLabor, VerkehrsKreisel, WeltraumBahnhof – in 16 unterschiedlichen Stadtquartieren wird eine Stadt zum Leben erweckt, in der sich alles ums Entdecken, Erleben und Verstehen dreht. Nicht nur anschauen, sondern anfassen: Jeder ist eingeladen, selber zu tüfteln und auszuprobieren – zusammen mit mehr als 1500 Ingenieuren, Forschern und Technikern, Studenten und Auszubildenden, die die Begeisterung weitergeben möchten, die sie für ihren Beruf empfinden.
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Das Ziel der Fusionsforscher ist es, das Feuer der Sonne auf der Erde nachzubauen. Denn der Brennstoff für ein Kraftwerk, das – ähnlich wie Sonne und Sterne – Energie aus der Verschmelzung leichter Atomkerne gewinnt, wäre unerschöpflich. Weltweit arbeiten Wissenschaftler daran, diese neue, umweltfreundliche Energiequelle zu erschließen. Im EnergiePark in Halle 3 des IdeenParks stellen Forscher des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) die großen Versuchsanlagen vor, die sie in Garching bei München und in Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern betreiben. Auch den neuen internationalen Testreaktor ITER, der derzeit in Frankreich gebaut wird, lernen die Besucher und Besucherinnen des Ideenparks kennen. Vor allem aber können sie hier selber mit dem Plasma, dem Brennstoff des Fusionsreaktors, experimentieren.
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Biologische Materialien wie z.B. Holz und Zähne haben außergewöhnliche mechanische Eigenschaften. Dabei bestehen sie zumeist aus nur wenigen, sehr leichten chemischen Elementen wie Sauerstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff und Stickstoff. Bei genauerem Hinschauen erkennt man eine komplexe Architektur, die sich mit unterschiedlichen Längenskalen ändert – die Materialien haben einen „hierarchischen Aufbau“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam untersuchen die Bauprinzipien solcher Biomaterialien und erforschen, warum ihre Eigenschaften oft jenen technisch hergestellter Materialien überlegen sind. In der BioWerkstatt in Halle 3 des IdeenParks lernen die Besucher zahlreiche Biomaterialien aus Wald und Meer kennen – immer scharfe Seeigelzähne, das unzerbrechliches Glasskelett eines Tiefseeschwammes und Weizensamen, die sich von ihrer Mutterpflanze entfernen können, sind nur einige Beispiele. Gemeinsam mit den Forschern erkunden sie das Prinzip des hierarchischen Aufbaus und erfahren, warum die dabei verwirklichte, sehr effiziente Nutzung der für den jeweiligen Organismus vorhandenen Ressourcen ein Vorbild für die Entwicklung neuer technischer Materialien sein kann.
Das Bauprinzip hierarchischer Materialien läßt sich sehr gut mithilfe von Legobausteinen veranschaulichen: Mit wenigen einfachen Bausteinen lassen sich Grundelemente fertigen, die zu größeren Elementen zusammengesetzt werden, welche dann wiederum für den Bau von noch größeren Strukturen genutzt werden. Jeden Tag entstehen so beim IdeenPark am Stand des MPI für Kolloid- und Grenzflächenforschung spektakuläre Strukturen - oft, allerdings nicht immer nach den Bauprinzipien hierarchischer Materialien: Legomania beim IdeenPark.
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Die Anforderungen an moderne Stähle sind höchst unterschiedlich. Schon in einer einzigen Autokarosserie werden verschiedenste Stahlsorten kombiniert. Denn hier soll das Material gleichzeitig dünn und leicht sein, aber auch die Fahrgäste optimal schützen. Heutzutage werden Stähle mit spezifischen Eigenschaften am Computer „maßgeschneidert“. In Simulationen werden mit Hilfe der grundlegenden Gesetze der Quantenphysik „intelligente“ Stähle entwickelt, die genau den gewünschten Anforderungen entsprechen und sogar unter Belastung ihre Eigenschaften verändern können. Wie das funktionieren kann, erfahren die Besucher des IdeenParks am Stand des Max-Planck-Instituts für Eisenforschung im Bereich Schatzinsel, ebenfalls in Halle 3.
Veranstaltet wird der IdeenPark vom ThyssenKrupp-Konzern mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und gemeinsam mit mehr als 120 Partnern aus Forschung und Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft. Sowohl das Bundesministerium für Bildung und Forschung wie auch mehrere Ministerien des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützen den IdeenPark.
Der IdeenPark 2012 wird offiziell eröffnet am Samstag, den 11. August, um 10 Uhr von Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhard Paß, Oberbürgermeister der Stadt Essen, und Dr. Heinrich Hiesinger, Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG. 13 Tage lang, bis einschließlich 23. August, bietet das Mitmachfest neben mehr als 400 Mitmach-Experimenten auch Workshops, Diskussionen und tägliche Infotainment-Angebote mit prominenten Gästen. Speziell für Kinder und Jugendliche von 6 bis 20 Jahren sind die mehr als 500 Workshops gedacht, in denen sie selber erforschen können, wie Technik im Alltag funktioniert.
Öffnungszeiten:
Der IdeenPark in der Messe Essen ist vom 11. bis 23.8.2012 täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Grugapark öffnet von 9.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit.
Der Eintritt in den IdeenPark und alle seine Veranstaltungen ist kostenlos. Vom 11. bis 23.8. ist auch der Eintritt in den Grugapark frei.
Messe Essen und Grugapark
Norbertstraße, 45131 Essen
Der Zugang erfolgt über die Messe-Eingänge West, Süd und Ost.