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Max-Planck-Gesellschaft und EPFL bündeln ihre Kräfte in den Nanowissenschaften

Das Max-Planck-EPFL Center für Molekulare Nanowissenschaften und -technologie in Lausanne wird molekulare Nanomaterialien und -prozesse erforschen, um sie für Anwendungen in Medizin und Technik zu nutzen

16. Juli 2012

Leben ist ohne Nanotechnologie nicht möglich. Die Natur setzt schon seit jeher auf die Prinzipien, die nun auch immer mehr technische Anwendungen finden. Um gerade im Grenzgebiet zwischen Nano- und Biotechnologie die grundlegenden Erkenntnisse zu gewinnen und so die Basis für neue technische Entwicklungen zu schaffen, haben die Max-Planck-Gesellschaft und die École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) das Max-Planck-EPFL Center für Molekulare Nanowissenschaften und -technologie gegründet. Die Partnerschaft umfasst den Aufbau eines Labors in Lausanne, eine gemeinsame Doktorandenschule mit Sommerkursen und Konferenzen sowie cofinanzierte Projekte und Doktorarbeiten. Die Vereinbarung über die Kooperation haben Max-Planck-Präsident Peter Gruss und Patrick Aebischer, Präsident der EPFL, am 16. Juli unterzeichnet.
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Molekulare Gruppendynamik: Di(phenylalanin)-Moleküle (rot) lagern sich zu Ketten zusammen und ändern ihre Struktur dabei so, dass sie wie übereinander gestapelte Eierkartons zusammen passen.

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Am Max-Planck-EPFL Center sind die Max-Planck-Institute für Biophysikalische Chemie in Göttingen, für Festkörperforschung und für Intelligente Systeme in Stuttgart sowie das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin beteiligt. Die Kooperation dient vor allem der gemeinsamen Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Nanowissenschaften und steht dabei für die fruchtbare Verbindung von Nano- und Biotechnologie. Auf der einen Seite erfährt gerade die molekulare Nanotechnologie viele Anregungen aus der Biologie. Hier wie dort entstehen die meisten Strukturen selbstorganisiert, zudem nutzt die Nanowissenschaft DNA und andere Biomoleküle als Bausteine oder ahmt natürliche Materialien und Prozesse nach. Auf der anderen Seite eröffnet die Nanotechnologie in den Lebenswissenschaften neue Möglichkeiten, etwa für die Entwicklung kompakter und effizienter diagnostischer Instrumente für die Medizin.

Die Forschung verfolgt zwei Hauptstoßrichtungen: Zum einen zielen grundlegende Untersuchungen darauf, das Verhalten der Materie im kleinsten Maßstab besser zu verstehen sowie neue Methoden zur Kontrolle molekularer Wechselwirkungen zu entwickeln. Zum anderen beschreiten die Kooperationspartner neue bionanotechnologische Wege zu potenziellen Anwendungen in Medizin und Pharmakologie. Entsprechend dieser Zielsetzungen betreffen die Forschungsaktivitäten unterschiedliche Fachbereiche: von Chemie bis Materialwissenschaften und von Physik bis Bioengineering oder Elektronik.

 
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