Max-Planck-Forum München: Biodiversität

Gefährdete Vielfalt - Wie kann Artenschutz gelingen?

Nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion (IUCN) verschwinden jedes Jahr mehrere tausend Tier- und Pflanzenarten für immer von der Erde. Jede achte Vogel-, jede fünfte Säugetier und jede dritte Amphibienart ist gefährdet – von unzähligen weiteren, oft noch nicht einmal entdeckten Tier- und Pflanzenarten ganz zu schweigen. Der Verlust der biologischen Vielfalt ist überall, manchmal spektakulär und offensichtlich wie bei der Rodung der Regenwälder, manchmal leise und schleichend wie in Deutschland. Die wesentlichen Ursachen für dieses Massensterben sind in allen Regionen der Erde dieselben: die Zerstörung von Lebensräumen, der wachsende Verbrauch von Ressourcen, der fortschreitende Klimawandel.

Doch der Erhalt von Biodiversität ist mehr als Artenschutz. In ihrer sozialen, ökonomischen, ökologischen und kulturellen Bedeutung ist die biologische Vielfalt der Lebensräume eine zentrale Lebensgrundlage für alle Menschen. Dies kommt auch im Rio-Abkommen von 1992 zum Ausdruck. Doch wie sieht es 20 Jahre später aus? Vom ursprünglichen Ziel, den Verlust an biologischer Vielfalt bis zum Jahr 2010 zu stoppen, ist Deutschland wie andere Länder weit entfernt.

Wie entsteht Biodiversität? Welche Faktoren sind entscheidend um die Vielfalt zu erhalten? Wie erforschen Wissenschaftler die Vernetzung auch über große Distanzen hinweg? Und wie können die Interessen von Mensch und Natur miteinander in Einklang gebracht werden, auch wenn sie zunächst unvereinbar scheinen?

Mit Ingeborg Hain diskutieren Prof. Dr. Martin Wikelski, Direktor am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell, Prof. Dr. Pierre Ibisch von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde und Volker Homes, Leiter des Bereichs Artenschutz des World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland.

Das Max-Planck-Forum "Gefährdete Vielfalt - Wie kann Artenschutz gelingen?" findet statt am 22. Mai 2012 im Max-Planck-Haus am Hofgarten, Hofgartenstraße 8 in München, Beginn um 19 Uhr. Es ist Teil der Gesprächsreihe "LebensWandel - Ideen für die Welt von morgen".

 
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