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Dr. Susanne Kiewitz

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Büro Berlin

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Max-Planck-Forum Berlin

Ewige Gefühle? Wie Emotionen unser Zusammenleben beeinflussen

Max-Planck-Forum Berlin. Zu Gast in der Sendung "scobel"

20. Februar 2012

Angst, Freude, Trauer - was Menschen im Innersten berührt, scheint unveränderlich zu sein und alle über Zeiten und Kulturen hinweg zu verbinden. Doch Gefühle, so lehrt die Geschichte, sind alles andere als ewig, denn tatsächlich haben sich ihr Ausdruck und ihre Bedeutung immer wieder gewandelt. Während etwa das Mitleid im Römischen Reich noch keine Tugend war, setzte das 18. Jahrhundert die Empfindsamkeit ganz oben auf seine soziale Werteskala. Im 19. Jahrhundert dagegen verlernten die Männer das Weinen. Hinzu kommt, dass die europäische Sprache der Gefühle nur eine Spielart von vielen ist, denn jenseits des abendländischen Kulturraums nehmen Menschen ihre Emotionen anders wahr und drücken sie anders aus.

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Wie haben sich Emotionen in Laufe der Evolution entwickelt?

Angesichts der Tatsache, dass sich Emotionen und Gefühle im Laufe der menschlichen Evolution entwickelt haben, stellt sich die Frage, wie diese Beobachtungen möglich sind. Sind Gefühle tatsächlich wandelbar? Oder gehören sie bis heute zum unveränderlichen, weit zurückreichenden biologischen Repertoire des Menschen? Wie antworten die Kultur- und Geisteswissenschaften auf diese Fragen? Und wie die Neurowissenschaften und die empirische Psychologie?

Die Erkenntnisse der Wissenschaft sind brisant, denn sie sagen etwas über die Möglichkeit, unsere emotionalen Fähigkeiten zu entwickeln. Das hat weitreichende Folgen für den alltäglichen Umgang mit Emotionen: Auf welche Impulse reagiert unser Gefühl und wie kann es durch kulturelle Praktiken oder den rationalen Zugriff durch Gedanken und Einstellungen beeinflusst werden? Brauchen wir am Ende gar eine neue emotionale Erziehung?

Podiumsgäste:                                                                                       Prof. Dr. Ute Frevert, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin             Prof. Dr. Tania Singer, Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig

Moderation:                                                                                           Gert Scobel, ZDF/3sat

Termin 20.2.2012, 19 Uhr

Ort Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin                                      Kulturforum │ Matthäikirchplatz
10785 Berlin

Einlass von 18.15 Uhr bis 18.45 Uhr nur mit Eintrittskarte                       Ticketbestellung bis 13.2. unter mpgberlin@gv.mpg.de (keine Abendkasse!)

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet. Sendetermin ist der 5. April 2012, 21 Uhr auf 3sat.

 
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