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Bewegung als Chance - Migration und Identität in Europa

11. Oktober 2011

Das Netzwerk Population Europe, das von führenden bevölkerungswissenschaftlichen  Forschungszentren in Europa gegründet wurde, darunter das Max-Planck-Institut für demografische Forschung, hat am 10. Oktober namhafte Migrationsexperten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft nach Brüssel eingeladen. [mehr]
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Polizei unter Kontrolle

6. Oktober 2011

Immer wieder liefern sich Jugendliche in europäischen Städten Straßenschlachten mit der Polizei, so erst in diesem Sommer in Großbritannien. Meist haben die Ausschreitungen einen Anlass, aber viele Ursachen. Ein Faktor kann sein, wie Polizisten mit Jugendlichen umgehen. Das untersuchen Dietrich Oberwittler und Daniela Hunold am Freiburger Max-Planck-Institut für Ausländisches und Internationales Strafrecht im deutsch-französischen Vergleich und kommen zu überraschenden Ergebnissen. [mehr]

Kulturwissenschaften . Sozialwissenschaften

Vielfalt im Stadtrat

7. Oktober 2011

In deutschen Großstädten stellen Menschen mit Migrationshintergrund rund ein Viertel der Bevölkerung. Ob sie angemessen in den Rathäusern vertreten sind, haben Wissenschaftler um Karen Schönwälder am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen untersucht. Sie analysieren zudem, mit welcher Motivation und unter welchen Bedingungen sich Stadträte mit ausländischen Wurzeln politisch engagieren und welchen Ressentiments sie begegnen.

Text: Birgit Fenzel

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Frankfurter Stadtverordnete mit Migrationshintergrund: Eugenio Munoz del Rio, Imren Ergindemir, Mike Josef (SPD), Nimatoulaye Diallo, Onur Azcan, Hilime Arslaner (Grüne),Ilias Galanos, Albina Nazarenus-Vetter (CDU), Merve Ayyildiz (Linke) [weniger]

Auf Bundes- oder Landesebene sind Politiker mit Migrationshintergrund keine Seltenheit mehr – populäre Beispiele sind Philipp Rösler, der als Kind aus Vietnam nach Deutschland gelangte und nach steiler Laufbahn Bundeswirtschaftsminister und FDP-Vorsitzender geworden ist, die türkischstämmigen Ministerinnen von Niedersachsen und Baden-Württemberg Aygül Özkan und Bilkay Öney sowie der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir. Letzter zog 1994 zusammen mit der SPD-Vertreterin Leyla Onur in den Bundestag ein; die beiden waren die ersten Deutschtürken im Parlament.

Doch wie steht es um die politische Beteiligung der Menschen mit Migrationshintergrund an der Basis? Dies war eine der zentralen Fragen, der sich die Politikwissenschaftlerin Karen Schönwälder mit ihre Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften mit einer Feldstudie widmete. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Heinrich Böll Stiftung und der Stiftung Mercator.

Um zunächst an verlässliche Zahlen zu kommen, wie viele Menschen mit Migrationshintergrund politische Ämter in Rathäusern bekleiden, begannen die Göttinger Wissenschaftler mit einer Bestandsaufnahme in den Rathäusern der 77 deutschen Großstädte mit über 100 000 Einwohnern. Sie durchforsteten für den Zeitraum von 2001 bis März 2011 sämtliche Listen der Kandidatinnen und Kandidaten sowie der gewählten Ratsmitglieder nach Personen, die entweder als Primärmigranten selbst nach Deutschland eingewandert waren oder von denen dies mindestens ein Elternteil getan hatte. Dabei mussten sie für jede Stadt die Ergebnisse von zwei Kommunalwahlen analysieren.

 
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