Ansprechpartner

Priv.-Doz. Dr. phil. Dietrich Oberwittler

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, Freiburg

Telefon: +49 761 7081-219
Fax: +49 761 7081-294

E-Mail: d.oberwittler@­mpicc.de

Daniela Hunold

Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, Freiburg

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Fax: +49 761 7081-294

E-Mail: d.hunold@­mpicc.de

Aktuelles

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Bewegung als Chance - Migration und Identität in Europa

11. Oktober 2011

Das Netzwerk Population Europe, das von führenden bevölkerungswissenschaftlichen  Forschungszentren in Europa gegründet wurde, darunter das Max-Planck-Institut für demografische Forschung, hat am 10. Oktober namhafte Migrationsexperten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft nach Brüssel eingeladen. [mehr]
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Vielfalt im Stadtrat

7. Oktober 2011

In deutschen Großstädten stellen Menschen mit Migrationshintergrund rund ein Viertel der Bevölkerung. Ob sie angemessen in den Rathäusern vertreten sind, haben Wissenschaftler um Karen Schönwälder am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen untersucht. [mehr]

Rechtswissenschaften . Sozialwissenschaften

Polizei unter Kontrolle

6. Oktober 2011

Immer wieder liefern sich Jugendliche in europäischen Städten Straßenschlachten mit der Polizei, so erst in diesem Sommer in Großbritannien. Meist haben die Ausschreitungen einen Anlass, aber viele Ursachen. Ein Faktor kann sein, wie Polizisten mit Jugendlichen umgehen. Das untersuchen Dietrich Oberwittler und Daniela Hunold am Freiburger Max-Planck-Institut für Ausländisches und Internationales Strafrecht im deutsch-französischen Vergleich und kommen zu überraschenden Ergebnissen.

 

Text: Hubert Beyerle

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Steiniger Weg: Ein friedliches Miteinander von Polizei und Jugendlichen ist schwer, klappt aber in Deutschland besser als in Frankreich. Doch auch hierzulande kommt es zu Konflikten – wie am 1. Mai 2009 in Berlin-Kreuzberg, wo betrunkene Randalierer, vermummte Linksautonome und junge Ausländer die Polizei über Stunden mit Flaschen und Steinen attackierten.
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Die Aggression schien geradezu ein Ventil zu suchen. Sie fand es im Tod von Mark Duggan, der durch eine Polizeikugel starb. Obwohl der Hergang des Polizeieinsatzes noch unklar war, brach sich die Gewalt im Londoner Stadtteil Tottenham Bahn und steckte schnell andere britische Städte an.

Die Auseinandersetzungen vor allem zwischen Jugendlichen und der Polizei verselbständigten sich in Großbritannien ebenso wie die Krawalle, von denen im Herbst 2005 französische Vorstädte heimgesucht wurden. Anlass war auch in Frankreich eine Polizeiaktion mit tödlichem Ausgang: In dem Pariser Vorort Clichy-sous-Bois starben zwei Jugendliche an Stromschlägen, als sie sich vor Polizisten in eine Transformatorstation flüchteten. Gerüchte kamen auf, die Polizei sei schuld an dem Tod der Jugendlichen. Daraufhin erschütterten Jugendunruhen, die von Paris ausgingen, ganz Frankreich.

Französische Regierung erklärt den Notstand

Die Bilanz nach vier Wochen Straßenkampf in der Pariser Banlieue und in 200 weiteren Vorstädten im ganzen Land: Straßenzüge, die Schlachtfeldern glichen, über 9000 ausgebrannte Autos und 3000 Festnahmen. Die Regierung musste den Notstand erklären, das Land schien aus den Fugen zu geraten.

Manche fürchteten, das Feuer könne in andere Länder überschlagen. Doch das geschah nicht. Auch in Deutschland blieb es ruhig, trotz einer breiten Berichterstattung in Fernsehen und Zeitungen. Zu Krawallen dieser Art kam es in anderen Ländern auch vorher oder später nicht. Warum?

 
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