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Atmosphäre im Erdsystem

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Partnerschaft mit Perspektive

Wissenschaft braucht die Wirtschaft, so wie die Wirtschaft die Wissenschaft braucht. Das Beispiel Indien zeigt einmal mehr, das wirtschaftlicher Erfolg vor allem auf Investitionen in Bildung und Forschung fußt. Von Peter Gruss

Weitere Themen

Megacitys locken mit der Aussicht auf Arbeit und ein Leben in  städtischer Infrastruktur. Doch sie belasten ihre Bewohner auch mit  hoher Luftverschmutzung. Bhola Ram Gurjar analysiert mit  einer indischen Partnergruppe des Max-Planck-Instituts für Chemie in  Mainz die Schadstoffbelastungen und wie stark diese die Gesundheit der  Bewohner beeinträchtigen.

Atemlos in der Großstadt

22. September 2011

Megacitys locken mit der Aussicht auf Arbeit und ein Leben in städtischer Infrastruktur. Doch sie belasten ihre Bewohner auch mit hoher Luftverschmutzung. Bhola Ram Gurjar analysiert mit einer indischen Partnergruppe des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz die Schadstoffbelastungen und wie stark diese die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen. [mehr]
Indiens  Lebenserwartung, wichtiger Indikator für die Entwicklung des Landes,  schwächelt: Der zunächst steile Anstieg ist inzwischen besorgniserregend  ausgebremst, einzelne Regionen unterscheiden sich um bis zu 10  Lebensjahre und mehr.

Demografie der Ungleichheit

21. September 2011

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In Indien existieren traditionelle und moderne Heilmethoden parallel zueinander. Beide Ansätze sollen sich sinnvoll ergänzen.

Gesundheit in Indien - Heilen mit Amulett und Antibiotikum

21. September 2011

In Indien existieren traditionelle und moderne Heilmethoden parallel zueinander. Beide Ansätze sollen sich sinnvoll ergänzen. [mehr]

Geoforschung . Klimaforschung

Der Himalaja als Klimafaktor – und gleichzeitig als unbekannte Größe:  Wie stark die Schneemassen im Hochgebirge den Wasserhaushalt in den  Niederungen beeinflussen, ist völlig unklar. Und niemand hat bisher im  Detail errechnet, wie viel Wasser die Gletscher überhaupt liefern. Bild vergrößern
Der Himalaja als Klimafaktor – und gleichzeitig als unbekannte Größe: Wie stark die Schneemassen im Hochgebirge den Wasserhaushalt in den Niederungen beeinflussen, ist völlig unklar. Und niemand hat bisher im Detail errechnet, wie viel Wasser die Gletscher überhaupt liefern. [weniger]

Am Himalaja ist die Situation anders. Kumars Kollege am Hamburger Max- Planck-Institut, Fahad Saeed, kennt die Daten für sein Heimatland Pakistan. „Etwa 70 bis 80 Prozent der Wassermassen, die den Indus herabströmen, stammen aus den Gletschern des Hochgebirges“, sagt der Forscher, der die westliche Himalajaregion analysiert. Kumar konzentriert sich auf das zentrale Hochland.

Kein Gletscher ist so wie der andere

Für Indien existieren diese Daten noch nicht. Erste Abschätzungen will Pankaj Kumar bis zum kommenden Jahr liefern, wenn das HighNoon-Projekt endet. „Wichtig ist für uns die Größe der Gletscherflächen und ihre Mächtigkeit“, sagt Kumar. „Natürlich kann man die Dicke nur schwer bestimmen, aber uns reichen bereits mathematische Näherungen.“

Eingefleischte Glaziologen würden sich angesichts solcher Vereinfachungen die Haare raufen, denn Gletscher ist nicht gleich Gletscher. Die Eismassen unterscheiden sich in ihrer Struktur, ihrer Dichte. Manche sind stark zerklüftet, andere ruhen dicht und schwer auf dem Fels. Für das REMO aber genügt es zunächst, die Dicke der Pakete ungefähr abzuschätzen. Hinzu kommt das Reflexionsvermögen des Gletschers, die Albedo. Dunkle Eismassen heizen sich stärker auf, schmelzen stärker und liefern mehr Wasser. Gleißend helle Schneeflächen auf dem Eispanzer werfen die Sonnenstrahlung
zurück wie ein Spiegel.

Damit sind Masse und Albedo wichtige Faktoren, um die Zukunft der Gletscher vorauszuahnen. Mit im High-Noon-Team sind indische Hydrologen, die mithilfe dieser Daten berechnen, wie viel Wasser aus dem Hochgebirge abfließt – eine Größe, die für die Menschen am Ganges lebenswichtig ist.

HighNoon hat auch das Ziel herauszufinden, wie sich die Bevölkerung auf mögliche Veränderungen einstellen kann. Indische Agrarwissenschaftler und andere Experten sprechen mit den Menschen vor Ort. In den vergangenen Wochen haben sie sich erstmals in den Dörfern und Städten entlang des Ganges mit Lokalpolitikern und Bauern getroffen – im nördlichen Distrikt Udam Singh Nagar, quasi am Fuße des Hochgebirges, im zentralen Gangesflachland rund um die heilige Stadt Allahabad und am unteren Ganges im Distrikt West Midnapur.

"Simulationen sind immer mit Unsicherheiten behaftet"

„Natürlich sind Klimasimulationen immer mit Unsicherheiten behaftet“, sagt HighNoon-Projektleiter Eddy Moors von der niederländischen Universität Wageningen. „Wir müssen also Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels finden, die in gewisser Weise flexibel sind.“ Dazu gehört möglicherweise der Bau kleiner und billiger Staudämme oder Sickerbecken aus natürlichen Baustoffen, die bei Monsunregen das Wasser speichern. Damit könnte man vielerorts das sinkende Grundwasser wieder auffüllen. In anderen Fällen könnten Bauern ihre Landwirtschaft auf robustere Pflanzen umstellen oder auf andere Bewässerungstechniken umsteigen.

 
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