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Prof. Dr. Daniela Jacob

Atmosphäre im Erdsystem

Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg

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Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg

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Aktuelles

Partnerschaft mit Perspektive

Wissenschaft braucht die Wirtschaft, so wie die Wirtschaft die Wissenschaft braucht. Das Beispiel Indien zeigt einmal mehr, das wirtschaftlicher Erfolg vor allem auf Investitionen in Bildung und Forschung fußt. Von Peter Gruss

Weitere Themen

Megacitys locken mit der Aussicht auf Arbeit und ein Leben in  städtischer Infrastruktur. Doch sie belasten ihre Bewohner auch mit  hoher Luftverschmutzung. Bhola Ram Gurjar analysiert mit  einer indischen Partnergruppe des Max-Planck-Instituts für Chemie in  Mainz die Schadstoffbelastungen und wie stark diese die Gesundheit der  Bewohner beeinträchtigen.

Atemlos in der Großstadt

22. September 2011

Megacitys locken mit der Aussicht auf Arbeit und ein Leben in städtischer Infrastruktur. Doch sie belasten ihre Bewohner auch mit hoher Luftverschmutzung. Bhola Ram Gurjar analysiert mit einer indischen Partnergruppe des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz die Schadstoffbelastungen und wie stark diese die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen. [mehr]
Indiens  Lebenserwartung, wichtiger Indikator für die Entwicklung des Landes,  schwächelt: Der zunächst steile Anstieg ist inzwischen besorgniserregend  ausgebremst, einzelne Regionen unterscheiden sich um bis zu 10  Lebensjahre und mehr.

Demografie der Ungleichheit

21. September 2011

Indiens Lebenserwartung, wichtiger Indikator für die Entwicklung des Landes, schwächelt: Der zunächst steile Anstieg ist inzwischen besorgniserregend ausgebremst, einzelne Regionen unterscheiden sich um bis zu 10 Lebensjahre und mehr. [mehr]
In Indien existieren traditionelle und moderne Heilmethoden parallel zueinander. Beide Ansätze sollen sich sinnvoll ergänzen.

Gesundheit in Indien - Heilen mit Amulett und Antibiotikum

21. September 2011

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Geoforschung . Klimaforschung

Das Schicksal des großen Regens

23. September 2011

Der Klimawandel trifft die Menschen global ebenso wie regional. So erforscht Pankaj Kumar, Mitarbeiter am Climate-Service-Center und am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, das Wechselspiel aus Trockenzeit und Monsun in Indien. Er will herausfinden, wie es mit dem Wasserhaushalt künftig bestellt sein wird. Dabei hilft das Computerprogramm REMO, das Daniela Jacob und ihr Team am Hamburger Max-Planck-Institut entwickelt haben.

Text: Tim Schröder

Wasserwelt: Diese Luftaufnahme zeigt ein überflutetes Gebiet nahe der  zentralindischen Stadt Raipur. Die jährliche Regensaison fordert im  südlichen Asien jährlich Tausende von Todesopfern. Bild vergrößern
Wasserwelt: Diese Luftaufnahme zeigt ein überflutetes Gebiet nahe der zentralindischen Stadt Raipur. Die jährliche Regensaison fordert im südlichen Asien jährlich Tausende von Todesopfern. [weniger]

Schwül und heiß ist die Luft, wenn sie im Juni nach Nordost zieht. Tausende Kilometer ist sie über den Indischen Ozean gezogen, hat sich mit Wasserdampf vollgesogen. Mit ihren regenschweren, fetten Bäuchen schleppen sich die Wolken dahin. Es braucht nicht viel, damit sie aufreißen, ein Hindernis, ein paar Berge. Sobald sie den Südwest-Zipfel Indiens erreichen, sich an den Bergen von Kerala scheuern, emporgezwungen werden, platzt der Regen los, wochenlang. Der Monsun ist da.

Der Monsun erweckt die Natur zu neuem Leben

Das bleigraue Wolkenmeer umschifft die Bergflanken und breitet sich schließlich über ganz Indien bis zum Himalaja aus. Der Regen fällt auf ausgedörrte Böden, füllt Bäche und Flüsse. Rinnsäle schwellen zu Strömen an. Das Wasser überflutet Wege, Wiesen, Dörfer. Menschen waten im knietiefen Wasser. Autos rollen mit kleiner Bugwelle die überschwemmten Straßen entlang. Doch für die Inder ist das keine Katastrophe. Montelang war es trocken. Mit dem Monsun erwacht das Leben. Der Monsun bringt das Nass für ein ganzes Jahr: Trinkwasser, Wasser für Äcker und Plantagen. So ist es seit Jahrhunderten.

1,2 Milliarden Menschen leben heute in Indien. Die Bevölkerung wächst und damit auch die Menge an Lebensmitteln, die der Subkontinent produzieren muss, um alle Menschen zu ernähren. Zugleich wächst die Angst, dass der Klimawandel das Wechselspiel aus Trockenzeit und Monsun-Regengüssen in wenigen Jahrzehnten aus dem Takt bringen könnte. Was, wenn der Regen zu spät kommt? Was, wenn Niederschläge ganz ausbleiben?

Wenn der Weltklimarat, das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), menetekelt, dass die globale Durchschnittstemperatur künftig um mehr als zwei Grad Celsius ansteigen könnte, dann sagt das eigentlich gar nichts. Denn die Auswirkungen des Klimawandels machen sich regional bemerkbar, auf dem Land, an den Küsten, in Städten. Der Wandel hat viele Gesichter. Das globale Raster ist zu grob, um abschätzen zu können, was alles im Kleinen passieren wird.

Pankaj Kumar ist einer von denen, die im und am Kleinen forschen. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Climate-Service-Centers und des Max-Planck-
Instituts für Meteorologie in Hamburg will herausfinden, wie es mit dem indischen
Wasserhaushalt künftig bestellt sein wird. Kumar nutzt dazu das sogenannte Regionalmodell REMO, ein aufwendiges Computerprogramm, das über Jahre an dem Hamburger Institut von der Meteorologin Daniela Jacob und ihrem Team entwickelt wurde. Kumar ist einer der wenigen indischen Forscher in Jacobs Arbeitsgruppe. Das REMO ist eine Art Lupe, die das Zukunftsklima kleinräumig abschätzt. Es zoomt in die Regionen, in Täler, Bergwälder, in Großstädte.

 
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