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Atemlos in der Großstadt

22. September 2011

Megacitys locken mit der Aussicht auf Arbeit und ein Leben in städtischer Infrastruktur. Doch sie belasten ihre Bewohner auch mit hoher Luftverschmutzung. Bhola Ram Gurjar analysiert mit einer indischen Partnergruppe des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz die Schadstoffbelastungen und wie stark diese die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen. [mehr]
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Demografie der Ungleichheit

21. September 2011

Indiens Lebenserwartung, wichtiger Indikator für die Entwicklung des Landes, schwächelt: Der zunächst steile Anstieg ist inzwischen besorgniserregend ausgebremst, einzelne Regionen unterscheiden sich um bis zu 10 Lebensjahre und mehr. [mehr]
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Schreiben Gefühle Geschichte?

21. September 2011

Gefühle sind universell – könnte man meinen. Doch Wissenschaftler um Margrit Pernau am Berliner Max-Planck- Institut für Bildungsforschung bezweifeln das. Am Beispiel Indien untersucht die Gruppe, wie sehr das kulturelle Umfeld Emotionen im Laufe der Geschichte geprägt hat. [mehr]

Kulturwissenschaften

Bei Geburten werden Krankenhäuser bevorzugt  

Wie also orientieren sich diese Menschen im Krankheitsfall in dem vielfältigen Angebot, das zwischen volksmedizinischen Traditionen und biomedizinischen Einrichtungen etliche Behandlungsmöglichkeiten bietet? Das gehörte für Gabriele Alex zu den Kernfragen ihrer Studie. Um sie zu beantworten, ging sie mit in der Ethnologie etablierten qualitativen und quantitativen Methoden ins Feld. So nahm sie in vielen Einzelgesprächen die Krankheitsbiografien ihrer Interviewpartner auf, um sowohl Muster als auch Veränderungen im Gesundheitsverhalten aufzuzeigen.

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Zwar nutzt die Bevölkerung öffentliche Gesundheitseinrichtungen nur in begrenztem Maße, aber bei Geburten bevorzugen Inderinnen staatliche Krankenhäuser.
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Zudem setzte die Wissenschaftlerin standardisierte Fragebögen ein, welche die Häufigkeit und die Arten von Erkrankungen sowie deren angenommene Ursachen und die Auswahl der Heiler und Ärzte dokumentierten und mit Faktoren wie Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Kaste und Wohnort in Beziehung setzten.

Diese Methodik lieferte aufschlussreiche Daten darüber, welche medizinischen Möglichkeiten den Angehörigen dieser Kasten tatsächlich zur Verfügung stehen und wie sie diese wahrnehmen und nutzen. Nach Auswertung der Datensammlung kennt Alex die Hauptkrankheitsursachen in dieser Region. „Am häufigsten wurden Fieber, Erkältungen und grippale Infekte sowie Erkrankungen des Verdauungstraktes angegeben“, fasst sie ihr Ergebnis zusammen. Moderne Zivilisationskrankheiten spielten dagegen so gut wie keine Rolle.

Auch konnte die Forscherin erstmals dokumentieren, dass sich zumindest Teile der Bevölkerung anders verhalten, als Gesundheitspolitiker annehmen. „Die öffentlichen Gesundheitseinrichtungen werden nur in begrenztem Maße frequentiert“, stellt sie fest. „Nur bei Geburten werden die staatlichen Krankenhäuser bevorzugt, weil dort nicht unnötigerweise ein Kaiserschnitt gemacht wird, sondern die Kinder auf langsame Weise zur Welt gebracht werden.“

Hingegen gaben die meisten Teilnehmer der Befragung an, bei Fieber lieber die privaten Krankenhäuser aufzusuchen. „Weil dort die Antibiotika sofort verschrieben werden und die Pharmazeutika als effektiver gelten“, erklärt die Forscherin. Auch fand sie heraus, dass bei der Suche nach Heilung die verschiedenen Behandlungswege kombiniert oder nacheinander Methoden der Biomedizin mit Hausmitteln oder traditioneller Heilkunst probiert werden.

 
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