Ansprechpartner

Dr. Rolf Güsten

Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn

Telefon: +49 228 525-383

Dr. Norbert Junkes

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn

Telefon: +49 228 525-399

Dr. Birgit Krummheuer

Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Göttingen

Telefon: +49 551 384979-462

Interview

Den 6. April 2011 wird Rolf Güsten so schnell nicht vergessen. An jenem Tag absolvierte die fliegende Infrarot-Sternwarte Sofia ihren ersten Forschungsflug mit Great.  Das unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie  entwickelte Spektrometer nahm die Molekülwolke M 17 sowie die Galaxie IC  342 ins Visier. Für Projektleiter Güsten und sein Team war das nach  langen Jahren der Vorbereitung ein besonderer Moment.

„Great funktioniert wie ein Radio für kosmische Signale“

15. September 2011

Den 6. April 2011 wird Rolf Güsten so schnell nicht vergessen. An jenem Tag absolvierte die fliegende Infrarot-Sternwarte Sofia ihren ersten Forschungsflug mit Great. Das unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie entwickelte Spektrometer nahm die Molekülwolke M 17 sowie die Galaxie IC 342 ins Visier. Für Projektleiter Güsten und sein Team war das nach langen Jahren der Vorbereitung ein besonderer Moment. [mehr]

Aktuelles

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Europäische   Weltraumorganisation (ESA) laden am Tag der Luft- und Raumfahrt, den 18. September, zum   ersten Mal 60 Twitterer ein. Für die Max-Planck-Gesellschaft wird   Michael Frewin über Projekte mit Max-Planck-Beteiligung wie beispielsweise Sofia berichten.

Max-Planck-Gesellschaft nimmt am ersten Raumfahrt-Tweetup teil

15. September 2011

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) laden am Tag der Luft- und Raumfahrt, den 18. September, zum ersten Mal 60 Twitterer ein. Für die Max-Planck-Gesellschaft wird Michael Frewin über Projekte mit Max-Planck-Beteiligung wie beispielsweise Sofia berichten. [mehr]

Verwandte Artikel

Astronomie

Am 28. und 29. Januar 2011 fanden ausgedehnte Tests mit dem  Great-Empfänger an  Bord des Flugzeugobservatoriums Sofia statt. Rolf  Güsten (links) vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie und Urs Graf von der Universität Köln begutachten  die ersten Resultate. Bild vergrößern
Am 28. und 29. Januar 2011 fanden ausgedehnte Tests mit dem Great-Empfänger an Bord des Flugzeugobservatoriums Sofia statt. Rolf Güsten (links) vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie und Urs Graf von der Universität Köln begutachten die ersten Resultate. [weniger]

Das Gleichgewicht zwischen Heizungs- und Kühlungsprozessen wiederum reguliert die Temperatur des interstellaren Mediums und damit auch die Ausgangsbedingungen für die Entstehung von neuen Sternen. Derartige Prozesse laufen bei tiefen Temperaturen – weit unter minus 200 Grad Celsius –  ab und lassen sich daher nur im Infraroten verfolgen. Daher steht die Geburt von Sternen und Planeten im Fokus der Forscher. Solche kosmischen Kreißsäle werden sich mit Sofia in unserer Milchstraße, aber auch in benachbarten Galaxien in bisher unerreichter Genauigkeit durchmustern lassen.

Um Höchstleistungen zu bringen, muss das Observatorium in absoluter Ruhe sein, selbst die geringsten Erschütterungen würden jede Messung zunichte machen. So entwickelten die Ingenieure ein Isolationssystem gegen Vibrationen, das aus Luftfedern, Silicon-gefüllten Dämpfungsgliedern und einer anspruchsvollen Regelelektronik besteht. Dadurch sind Flugzeug und Teleskop mechanisch voneinander entkoppelt.

Im Bereich vor dem Druckschott und zwischen den Flügeln befinden sich die Arbeitsplätze der Astronomen. Und statt der 1. Klasse gibt es Räume für Gastbeobachter sowie Lehrer, Schüler oder Journalisten. So etwa waren in der Nacht zum 15. Juli erstmals zwei deutsche Lehrer mit an Bord. Wolfgang Viesser vom Christoph-Probst-Gymnasium in München und Jörg Trebs von der Thomas-Mann-Oberschule in Berlin durften hautnah miterleben, als die Wissenschaftler mit Great den gerade entstehenden Stern L1157 in der Konstellation Drache unter die Lupe nahmen.

Stationiert ist der Jumbo-Jet in Palmdale bei Los Angeles. Sofia wird aber auch vom neuseeländischen Christchurch aus zu kosmischen Exkursionen starten.

 

Projektpartner

Sofia

Das Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa. Es wird auf deutscher Seite finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sowie des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart. An dieser Hochschule ist auch das Deutsche Sofia Institut (DSI) angesiedelt, das den wissenschaftlichen Betrieb auf deutscher Seite koordiniert, zuständig auf amerikanischer Seite ist die Universities Space Research Association (Usra). Sofias Kernstück, das 2,7-Meter-Teleskop, wurde im Auftrag des DLR gebaut.

Great

Den German Receiver for Astronomy at Terahertz Frequencies haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie und der Universität zu Köln entwickelt, in Zusammenarbeit mit Kollegen aus dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und dem DLR-Institut für Planetenforschung. Finanziert haben das Instrument neben den beteiligten Instituten die Max-Planck-Gesellschaft, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie das DLR.

 
loading content