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Dr. Sylvie Roke

Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Standort Stuttgart, Stuttgart

Telefon: +49 71 1689-3679
Fax: +49 71 1689-3612

E-Mail: roke@­mf.mpg.de

Materialwissenschaften

Tiefgang an Oberflächen

7. Dezember 2009

Im ersten Anlauf klappten die Experimente für ihre Promotion nicht richtig. Im zweiten eröffnete Sylvie Roke eine völlig neue Sicht auf weiche Materie. Am Max-Planck-Institut für Metallforschung untersucht sie mit der Methode auch neue Medikamente und biologische Zellen.

Text: Uta Deffke

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Im Foyer des Max-Planck-Instituts für Metallforschung radelt Sylvie Roke nur zu Demonstrationszwecken, doch im bergigen Ländle um Stuttgart unternimmt sie gern eine Tour. [weniger]

Manchmal sind es die kleinen, alltäglichen Dinge, die noch große Geheimnisse bergen. Man nehme zum Beispiel Öl und kippe es in ein Gefäß mit Wasser. Beide Flüssigkeiten werden sich nicht vermischen, das kennt jeder von der Vinaigrette aus Essig und Öl. Erst kräftiges Schütteln verteilt das oben schwimmende Öl im Wasser. Allerdings nur in Form feiner Tröpfchen. Chemiker nennen das eine Emulsion. Es gibt sie überall im täglichen Leben: als Milch, Butter, Shampoo oder Medizin. Doch was bestimmt die Größe der Tröpfchen, ihre Stabilität, ihre Wechselwirkung mit der umgebenden Flüssigkeit? Warum ändert sich das alles, wenn man bestimmte Substanzen dazu gibt? Und wie lässt sich das gezielt beeinflussen?

Die Antworten auf diese Fragen liegen in der Oberfläche der Teilchen verborgen. Sylvie Roke zeichnet einen schwarzen Kreis auf die weiße Tafel und drum herum noch einen. „Diese Grenzschicht ist nur etwa einen Nanometer dick, aber sie unterscheidet sich grundlegend vom Rest der Flüssigkeit“, erläutert die Physikerin. Die Flüssigkeit verhält sich dort eher zähflüssig und enthält viel mehr geladene Teilchen, die untereinander und auf ihre Umgebung eine anziehende oder abstoßende Wirkung ausüben. Doch wie sehen die Moleküle dort genau aus? Wie sind sie angeordnet und warum? Ist das bei der gekrümmten Oberfläche der Tröpfchen anders als bei der glatten Oberfläche vorher?

 
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