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Dr. Anke Soemer

Referatsleitung Nachwuchsförderung

Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft, München

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Ilona Kruse

Personalverwaltung/Nachwuchsförderung

Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft, München

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Hintergrund

Die Promotionsförderung im Detail

Zusätzlich zur Förderung durch Vertrag oder Stipendium bietet die Max-Planck-Gesellschaft unter Umständen Zulagen oder Familienzuschüsse. Werfen Sie hier einen Blick in die Richtlinien zur Nachwuchsförderung (Auszug). [mehr]

Das verdienen Sie

Die Unterschiede zwischen Vertrag und Stipendium

Doktoranden, die an einem Max-Planck-Institut forschen, erhalten entweder ein Stipendium oder einen Fördervertrag, der sich an den Tarifvertrag des Bundes für den öffentlichen Dienst (TVöD) anlehnt. Über die Art der Promotionsförderung entscheidet das Institut vor Ort. Ferner können Zulagen oder Familienzuschüsse in Anspruch genommen werden.

Die Fördermöglichkeiten unterscheiden sich in folgenden Punkten:

Die Promotionsförderung unterscheidet sich von Institut zu Institut. Bild vergrößern
Die Promotionsförderung unterscheidet sich von Institut zu Institut.

 (1) Promotionsstipendium

Die Max-Planck-Gesellschaft vergibt Stipendien an talentierte Nachwuchswissenschaftler. Diese gelten als Auszeichnung ihrer bisherigen wissenschaftlichen Ausbildung. Mit dem Stipendium können die Doktoranden weisungsfrei in einem Max-Planck-Institut für ihre Dissertation forschen. Die Doktoranden haben kein Beschäftigungsverhältnis mit dem Institut, deswegen besteht keine Anwesenheitspflicht. Urlaub und Reisen müssen nicht genehmigt werden. Darüber hinaus sind sie grundsätzlich nicht verpflichtet, an allgemeinen Institutsveranstaltungen teilzunehmen.

Das Stipendium gilt rechtlich als „Zuschuss zum Lebensunterhalt“ und ist steuer- und sozialversicherungsfrei. Das bedeutet: Der Stipendiat muss selbst eine Krankenversicherung abschließen. Die Max-Planck-Gesellschaft gewährt jedoch einen Zuschuss und weitere Unterstützung (siehe Tabelle). Empfohlen wird auch eine Haftpflichtversicherung. Über die Max-Planck-Gesellschaft besteht eine Gruppenunfallversicherung für alle Stipendiaten. Ferner können laut Förderrichtlinien Zulagen oder Familienzuschüsse beantragt werden.

Seit Juli 2012 beträgt der Grundbetrag für das Promotionsstipendium 1365 Euro.

(2) Fördervertrag

Diesen Arbeitsvertrag schließen die Institute direkt mit den Doktoranden ab. Neben der zielgerichteten Forschungstätigkeit für die Promotion wird auch erwartet, dass jeder Doktorand einen gewissen Anteil seiner Arbeitszeit für das Institut erbringt. Außerdem ist der Doktorand weisungsabhängig: Er muss innerhalb bestimmter Kernzeiten anwesend sein, Urlaub und Dienstreisen werden von der Institutsleitung genehmigt. Die Hälfte der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit gilt als „bezahlte Arbeitsleistung“, die in Anlehnung an den halben Lohn in Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) vergütet wird. Da der Doktorand mit Fördervertrag ein Arbeitnehmer ist, unterliegt er der Steuer-, Sozial- und Rentenversicherungspflicht. Das Institut zahlt den jeweiligen Arbeitgeberanteil; der vom Doktoranden zu leistende Arbeitnehmeranteil wird automatisch vom Gehalt abgezogen. Außerdem sind Doktoranden durch das Institut gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert.

Details finden sich auch in den Förderrichtlinien. Die aktuellen Gehaltstabellen finden Sie hier.

Die Leistungen im Überblick

Fördervertrag Stipendium
Steuer-, sozial- und rentenversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis Steuer- und sozialversicherungsfrei
Vergütung nach TVöD E 13 (50 Prozent), maximal Stufe 2 Grundbetrag 1365 Euro, Sachkostenpauschale 103 Euro
Gewinnungszulage bis zu E 13 (100 Prozent) Kinderzulage 400 Euro für 1. Kind, je 100 Euro für weitere Kinder
Alle anderen Leistungen nach den gesetzlichen Bestimmungen (z.B. Kindergeld) Krankenversicherungszuschuss bei ausreichender KV bis zu 100 Euro, auch für mitreisende Familienangehörige ohne Einkommen
Familienkomponente: Verlängerung des Stipendiums um 12 Monate und/oder Erstattung der Betreuungskosten für Kinder bis 12 Jahre (auf Nachweis bis zu einem Höchstbetrag)
Zuschlag bei Forschungsaufenthalten im Ausland und bei ausländischen Max-Planck-Instituten
Gewinnungszulage in Konkurrenzfällen mit dem Ausland möglich; bis zu 200 Euro
Erstattung von Umzugs- und Anreisekosten möglich
 
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