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Prof. Manfred L. Gahr

Department of Behavourial Neurobiology

Max-Planck-Institut für Ornithologie, Seewiesen

Telefon: +49 8157 932-276
Fax: +49 8157 932-285

E-Mail: gahr@­orn.mpg.de

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Neurobiologie . Verhaltensbiologie

Der Gesang der Zebrafinken

1. März 2010

Manfred Gahr und sein Team wollen herausfinden, was sich bei Zebrafinken im Kopf abspielt, wenn Männchen und Weibchen ein Tête-à-Tête haben.

Text: Marcus Anhäuser

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Zebrafink mit Radiosender: Mit dem mobilen Transmitter können Wissenschaftler elektrische Signale von Nervenzellen messen. Die Minigeräte wiegen nur ein Gramm und beeinrächtigen die Tiere kaum. [weniger]

Nur noch drei Kisten. Manfred Gahr entschuldigt sich für das bisschen Unordnung. „Die drei noch, dann ist der Umzug abgeschlossen”, sagt er. Dann hat er sein Büro komplett eingerichtet – das Zimmer, in dem einst der bekannte Verhaltensphysiologe Erich von Holst wohnte und arbeitete. Der Kamin neben der Tür stammt noch aus dieser Zeit, sonst gibt es fast nichts mehr, was an die große Zeit der klassischen Verhaltensbiologie hier erinnert. Für das Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen, südwestlich von München, endet eine Zeit des Umbruchs.

Vier Jahre Umbau und Renovierung liegen hinter dem geschichtsträchtigen Institut im Wald zwischen Starnberger See und Ammersee, an dem einst viele berühmte Verhaltenswissenschaftler – allen voran Konrad Lorenz – forschten. Zusammen mit seinem Direktoriumskollegen Bart Kempenaers war Gahr seit seiner Berufung vor allem mit der Planung und Umstrukturierung des gesamten Geländes beschäftigt und hat parallel eine neue Forschungsabteilung aufgebaut. „Bis auf die Außenmauern steht hier praktisch kein Stein mehr auf dem anderen”, sagt er. Im nächsten Sommer soll der Abschluss gebührend gefeiert werden.

Inzwischen kann sich der 50-jährige gebürtige Pfälzer wieder auf das eigentliche Ziel seiner Forschung konzentrieren: das Geheimnis des Vogelgesangs zu ergründen. Mit den unterschiedlichsten Methoden der Elektrophysiologie, der Molekular- und der Verhaltensbiologie wollen Gahr und sein Team herausfinden, was im Kopf eines Vogels passiert, wenn er singt oder das Gezwitscher seiner Artgenossen hört. Denn Vögel singen ja nicht der reinen Kunst wegen. Dahinter stehen ganz handfeste Interessen: Vogelmännchen erlernen den Gesang, um damit Weibchen zu beeindrucken und ihre Fortpflanzungschancen zu erhöhen.

 
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