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Innovation und Entrepreneurship

Der Schutz geistigen Eigentums und die Bestimmung seiner Grenzen spielen für die Förderung von Innovation und Entrepreneurship in der Wissensgesellschaft eine zentrale Rolle. Vor allem im Zusammenhang mit neuen Technologien führt der Ausbau der Schutzsysteme zu einem oft nur suboptimalen Innovationsniveau. Interdisziplinäre Forschung, die rechtliche wie ökonomische Aspekte integriert, kann entscheidend dazu beitragen, die Schutzsysteme so zu gestalten, dass sie Innovation tatsächlich fördern und nicht behindern.

Innovation gehört zu den kräftigsten Motoren unserer Wirtschaft. Sie ist gerade in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung unverzichtbar. Denn ständig gilt es, für unsere Wissensgesellschaft größtmöglichen Nutzen aus den technologischen Herausforderungen der Zukunft zu ziehen. Entscheidend sind dabei Anreize für Unternehmen, neue Ideen umzusetzen. Dabei spielt der Schutz geistigen Eigentums eine maßgebliche Rolle. Er galt bislang als Grundpfeiler der Innovationsförderung.

Bis vor Kurzem war das Patentsystem weit gehend unumstritten. Es sorgt dafür, dass Industrien, die in Forschung und Entwicklung investieren, mit entsprechenden Einkünften rechnen können. Denn Konkurrenten dürfen deren neue Produkte oder Techniken nicht imitieren.

Aktivisten der schwedischen Piratenpartei fordern die Reform der Gesetze zu Urheberrechten und Patenten. Bild vergrößern
Aktivisten der schwedischen Piratenpartei fordern die Reform der Gesetze zu Urheberrechten und Patenten.

In den letzten zwei Jahrzehnten ist der Ideenschutz jedoch stark ausgebaut worden: Urheberrechte, Patente und Musterschutz spielen eine immer größere Rolle. Dazu hat insbesondere das TRIPS-Abkommen (Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights) der Welthandelsorganisation WTO im Jahr 1994 beigetragen.

 
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