Prof. Dr., Ph. D. Thomas Lengauer
Max-Planck-Institut für Informatik, SaarbrückenTelefon: +49 681 9325-3000
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Die Erhebung und Speicherung einer Fülle von molekularbiologischen und medizinischen Daten ist einfacher und billiger denn je. Die große Schwierigkeit besteht darin, dies in sinnvoller Weise zu tun und aus den Daten Nutzen zu ziehen. An dieser Stelle können komplexe Computermodelle entscheidende Unterstützung bieten.
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Der technische Fortschritt und die Entwicklung neuer experimenteller Verfahren haben der Medizin viel versprechende Forschungsrichtungen eröffnet1. So kann man von einem Patienten einen aussagekräftigen »molekularen Fingerabdruck« nehmen, der unter anderem Informationen über seinen Genotyp, den Aktivitätszustand seiner Gene sowie Stoffwechselprodukte enthält. Eine Sammlung derartiger Daten birgt die Möglichkeit, einen Biomarker für eine spezielle Krankheit zu identifizieren, also einen Indikator für ein erhöhtes Erkrankungsrisiko oder einen bereits erfolgten Ausbruch.