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Prof. Dr., Ph. D. Thomas Lengauer

Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken

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Bioinformatik hilft heilen

Die computergestützte Modellierung von Krankheitsprozessen ist ein wertvolles Mittel für die Auswertung umfangreicher Patientendaten. Die komplexen biologischen und klinischen Zusammenhänge, die in diesen Daten enthalten sind, erfordern hoch entwickelte statistische, algo­rithmische und numerische Verfahren. Die Integration mehrerer Modelle für unterschiedliche Aspekte einer Krankheit verspricht Fortschritte für Diagnose, Prognose und Therapie.

Die Erhebung und Speicherung einer Fülle von molekularbiologischen und medizinischen Daten ist einfacher und billiger denn je. Die große Schwierigkeit besteht darin, dies in sinnvoller Weise zu tun und aus den Daten Nutzen zu ziehen. An dieser Stelle können komplexe Computermodelle entscheidende Unterstützung bieten.

Der »molekulare Fingerabdruck« eines Patienten enthält Informationen über seinen Genotyp, den Aktivitätszustand seiner Gene sowie seinen Stoffwechsel. Bild vergrößern
Der »molekulare Fingerabdruck« eines Patienten enthält Informationen über seinen Genotyp, den Aktivitätszustand seiner Gene sowie seinen Stoffwechsel. [weniger]

Der technische Fortschritt und die Entwicklung neuer experimenteller Verfahren haben der Medizin viel versprechende Forschungsrichtungen eröffnet1. So kann man von einem Patienten einen aussagekräftigen »molekularen Fingerabdruck« nehmen, der unter anderem Informationen über seinen Genotyp, den Aktivitätszustand seiner Gene sowie Stoffwechselprodukte enthält. Eine Sammlung derartiger Daten birgt die Möglichkeit, einen Bio­marker für eine spezielle Krankheit zu iden­tifizieren, also einen Indikator für ein erhöhtes Erkrankungsrisiko oder einen ­bereits erfolgten Ausbruch.

 
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