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Prof. Wolfgang Prinz

Direktor Abteilung Psychologie

Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig

Telefon: +49 341 9940-2287
Fax: +49 341 9940-2330

E-Mail: prinz@­cbs.mpg.de

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Der Spiegel im Gehirn

14. Januar 2010

Wenn Menschen kooperieren, müssen sie ihre Handlungen ganz genau miteinander abstimmen. Direktor Wolfgang Prinz und seine Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig erforschen, was dabei in den Köpfen vorgeht.

Text: Peter Zekert

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Ein Duett klingt umso besser, je mehr sich Musiker synchronisieren und sich ihre Bewegungen beim Spiel gleichen.

Wer ein Duett oder im Ensemble spielen will, muss mit anderen harmonieren. Nur wenn jeder Ton zum Spiel der Musikerkollegen passt, gehen die Klänge ineinander auf. Aber nicht nur Musiker brauchen ein feines Gespür für andere Menschen, sondern jeder von uns im Alltag: Unser tägliches Leben besteht aus einer Abfolge von kleinen und größeren sozialen Interaktionen, in denen wir uns immer wieder intuitiv auf andere Personen einstellen.

Ob wir als Fußgänger entgegenkommenden Passanten ausweichen, jemandem die Hand geben, zu zweit ein Sofa die Treppe hochtragen, tanzen oder Basketball spielen: Jede unserer Handlungen muss dabei mit denen der anderen Menschen abgestimmt sein. Aber woher wissen wir immer so schnell, was diese tun werden? Für solche Basisprozesse des gemeinsamen Handelns interessiert sich Wolfgang Prinz. Der Direktor am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften erforscht soziales Verhalten auf der Mikroebene. Denn hinter dem täglichen Miteinander steckt viel mehr kognitive Arbeit, als wir bemerken.

Dass sich unsere Handlungen mit denen anderer zu einem Ganzen zusammenfügen, funktioniert zwar meist wie von selbst und fällt uns höchstens auf, wenn es schiefgeht, wenn das Musik­ensemble falsche Töne produziert, unser Pass zum Mitspieler ins Aus geht oder der Fuß auf den Zehen des Tangopartners landet.

 
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